Privat-Realschule Lengede 1924 - 1928

21.03.1924

200 Eltern, Beamte und Angestellte der Ilseder Hütte, Abteilung Bergbau in Lengede, gründen den „Schulverein Lengede und Umgebung e.V.“ Zielsetzung des Vereins: Ausgleich des Bildungsgefälles zwischen Stadt und Land.
1. Vorsitzender: Direktionsassistent Otto Hardeland, Lengede.
Stellvertretender Vorsitzender: Obersteiger Heinrich Stolze, Lengede.
Rechnungs- und Schriftführer: Kaufmann Gustav Exner, Lengede.

  Karl Nebelung
Betriebsleiter Eisenerzgrube Lengede
Mitbegründer der "Privat-Realschule"
(Bild von 1930)

22.03.1924

Über die Direktion der Ilseder Hütte wird an das Provinzial- Schulkollegium in Hannover das Gesuch um Genehmigung zur Gründung einer höheren Privatschule in Lengede gerichtet.

15.04.1924

Genehmigung zur Gründung einer Privat-Realschule.

01.05.1924

Unterrichtsbeginn in den ab 01. April 1924 freigewordenen Räumen (drei Klassenräume/ein Lehrerzimmer) der Volksschule Lengede, die in drei Gebäuden, auch in der ehemaligen Kaseinfabrik Broistedter Straße untergebracht ist, bis sie 1924 in das neuerrichtete Schulgebäude an der Lafferder Straße (später Realschule) umzieht. Eigentümer des ehemaligen Fabrikgebäudes ist die Ilseder Hütte, die dem „Schulverein Lengede und Umgebung e.V.“ die Räume zu einem äußerst günstigen Mietzins zur Verfügung stellt. 1924/25 Im ersten Schuljahr hat die neue Schule zwei Klassen. Sexta (heute 5. Klasse) und Quinta (heute 6. Klasse) mit 49 Schülern. Der Unterricht wird von drei Studienassessoren erteilt, von denen jeder monatlich mit 300 RM bezahlt wird.

   

1924

Erster Schulleiter ist Studienassessor Karl Eggers (1886-1963), seine Unterrichtsfächer: Deutsch, Religion, Geschichte.
Weitere Lehrkräfte der ersten Stunde sind:
Studienassessor Hogreve (Englisch/ Französisch) und 
Studienassessor Wehrmann (Mathematik/Naturwissenschaften).

Ostern 1926

An der Privat-Realschule e.V. werden in 4 Klassen 95 Schüler von 4 Lehrkräften unterrichtet: Zwei Studienassessoren, ein Referendar und ein Junglehrer für die technischen Fächer.

1928

Die Schule umfasst sechs Klassen. Ziel der Privat-Realschule e.V. ist, ihren Schülern nach erfolgreichem sechsjährigen Besuch ein Abgangszeugnis zu geben, das dem ehemaligen „Einjährig- Freiwilligen-Zeugnis“ gleichkommt. Der zuständige preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Berlin jedoch kann der Schule trotz anerkannter Leistung diese Berechtigung nicht übertragen, weil sie zu der Zeit aufgrund geltender Bestimmungen an Privat-Realschulen nicht vergeben wird. Deswegen: Umstellung des Lehrplanes auf den der preußischen Mittelschulen und Umbenennung in Privat-Mittelschule.